Der (nicht) vergessene Klimaturm

BFF-Anfrage zu einem Kunstwerk für gesunde Luft in Frankfurt

BFF-Fraktion – Mitteilung 88-2017

Im August 2017 stellte die BFF-Fraktion im Römer eine umfangreiche Anfrage an den Magistrat bezüglich des seit 1987 eingelagerten Kunstwerks von Hermann Goepfert und Johannes Peter Hölzinger, der Klimastele. Denn solange ist die 14 Meter hohe Brunnenplastik, die zuvor am Eingang zum Nordwestzentrum auf dem Walter-Möller-Platz stand, bereits verschwunden, seit sie vor nunmehr 30 Jahren Umbaumaßnahmen weichen musste.

Im Jahr 2008 verhinderte die Stadt Frankfurt mit einem Schenkungsvertrag zwischen dem damaligen Eigentümer und dem Kulturamt die endgültige Entsorgung der Skulptur. Seitdem lagerte sie auf einer Wiese im städtischen Depot an der Borsigallee und geriet allmählich in Vergessenheit.

Nicht jedoch bei der Fraktion der Bürger Für Frankfurt BFF im Römer, deren Vorsitzender Patrick Schenk schon immer ein Fable für die Brunnenplastik aus poliertem Edelstahl hatte und im Sommer diesen Jahres die Initiative zu der parlamentarischen Anfrage seiner Fraktion startete.

Hat doch die Brunnenplastik von Hermann Goepfert und Johannes Peter Hölzinger, die mit der Schaffung einer „Klimastele“ im Jahr 1968 ihrer Zeit weit voraus waren, neben ihrem künstlerischen Wert auch einen an Aktualität kaum zu übertreffenden Bezug zu dem sich derzeit vollziehenden Klimawandel und den gerade in Großstädten wie Frankfurt immer notwendiger werdenden Maßnahmen zur Klimaanpassung. Denn aus den vielen kleinen Düsen der Klimastele fließt - im Betrieb wohlgemerkt - kontinuierlich frisches Wasser, mit dem die Umgebungsluft angereichert wird und so für ein „angenehmes Verweilklima“ sorgt, so der Künstler Johannes Peter Hölzinger, der das Urheberrecht an dem Klimaturm besitzt.

In seinem ausführlichen Bericht B 362 vom 10.11.17 nimmt der Magistrat zur Anfrage der BFF-Fraktion Stellung und verweist insbesondere darauf, dass die Stele seinerzeit bei dem nicht fachgerecht erfolgten Abbau beschädigt wurde und deren Wiederaufbau in der Vergangenheit an den damit verbundenen Kosten scheiterte.

Als konkretes Ergebnis dieser Initiative der Bürger Für Frankfurt BFF kann zunächst verzeichnet werden, dass das Kulturamt den Wunsch einer Wiedererrichtung des Klimaturms an das Stadtplanungsamt herangetragen und „darum gebeten hat, den Brunnen unter den genannten Maßgaben in zukünftigen Bebauungsprojekten und deren Gestaltung öffentlicher Plätze zu berücksichtigen“, so der O-Ton im Magistratsbericht.

Die BFF-Fraktion im Römer wird die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen und auch zukünftig dafür sorgen, dass in Frankfurt weder die Klimastele noch der Klimaschutz selbst in Vergessenheit geraten.