Temperaturen in Frankfurt steigen unaufhörlich

BFF-Fraktion fordert Konsequenzen für die Stadtplanung

BFF-Fraktion –  Mitteilung 01-2019

„Deutscher Hitzemeister Frankfurt“, „Dauerhitze statt Dauerfrost“ und „So teuer war der Supersommer“ - so und ähnlich lauteten die Schlagzeilen zum Jahreswechsel 2018/2019 in den lokalen Medien zum Hitzesommer 2018 und seit spätestens 1994 in Frankfurt zu beobachtende, stetige Klimaveränderung.

Signifikant waren 2018 nicht nur die in Frankfurt erreichten Rekordwerte von 108 Sommertagen mit Temperaturen über 25 Grad sowie 43 Hitzetagen mit Höchstwerten über 30 Grad. Auch die auf 12,48 Grad angestiegene Jahresmitteltemperatur lag im Jahr 2018 signifikant über dem Bundesdurchschnitt von 10,4 Grad. Und mit 12,9 Grad Jahresdurchschnittstemperatur, gemessen im Westend, fällt Frankfurt der wenig schmeichelhafte Titel „Deutscher Hitzemeister“ zu.
 
Diese dramatische Entwicklung nimmt die Fraktion der Bürger der Frankfurt BFF im Römer erneut zum Anlass, um vor einer Vernichtung für das Stadtklima wichtiger Frischluft- und Kaltluftentstehungsgebiete im Frankfurter Nordwesten zu warnen, wie sie vom Magistrat sowie der Römerkoalition aus CDU, SPD und Grünen im großen Stil geplant ist und bekanntermaßen einem neuen Stadtteil entlang der Autobahn A5 geopfert werden sollen.
 
Aus Sicht der BFF-Fraktion kann es nicht sein, dass Umweltdezernentin Heilig (Grüne) auf der einen Seite nach mehr Geld zur Vorbeugung gegen den Klimawandel und gegen die Dürre in unserer Stadt ruft, auf der anderen Seite der Ruf von Planungsdezernent Josef (SPD) nach „Bauen, Bauen, Bauen“ zur unwiederbringlichen Vernichtung von für Frankfurt lebenswichtigen Frisch- und Kaltluftschneisen führt. Denn damit werden sämtliche - mit teurem Steuerzahlergeld bezahlte - Maßnahmen zur Klimaanpassung in Frankfurt ad absurdum geführt.
 
„Der Erhalt der Kaltluftzufuhr aus dem Taunus ist für die Großstadt Frankfurt unverzichtbar. Die Planungen des Magistrats zur Errichtung eines neuen Stadtteils entlang der Autobahn A5 sind nicht nur schädlich für das Mikroklima in unserer Stadt, sondern auch ökologisch und sozial unverantwortlich.“, so der planungspolitische Sprecher der Bürger Für Frankfurt BFF, Mathias Mund. Von der Ablehnung dieses Umweltverbrechens werde man in Anbetracht der jüngsten Wärme- und Trockenheitsrekorde sowie der überdeutlichen Folgen des Klimawandels in Frankfurt  weniger denn je abrücken, so Mund weiter.
 
Die BFF-Fraktion wird ebenfalls sehr genau darauf achten, welche weiteren umweltpolitischen Grausamkeiten der Magistrat mit der für Anfang dieses Jahres angekündigten Vorstellung des Stadtentwicklungskonzeptes öffentlich machen wird. Wie im Falle des geplanten Stadtteils an der A5 werden die Bürger Für Frankfurt BFF auch hier entschiedenen Widerstand leisten, denn es geht hierbei um nicht mehr und nicht weniger als die Lebensqualität - und damit um die Gesundheit - aller Frankfurterinnen und Frankfurter.