Frankfurts Zoo vor Spekulanten schützen!

CDU-Politiker will Zoo-Gelände vermarkten und verlegen

BFF-Fraktion –  Mitteilung 05-2019

Darauf haben die Immobilienspekulanten und Großinvestoren schon lange gewartet: Nämlich auf eine politische Initiative, die rund elf Hektar des Frankfurter Zoos in Premiumlage im Ostend für hochpreisiges Wohnen zu vermarkten und den Zoo an den Stadtrand zu verlagern. Nun hat der CDU-Politiker Thomas Horn, Direktor des Regionalverbands Frankfurt/Rhein-Main, dieser Klientel  die ersehnte Steilvorlage geliefert. Er schlägt vor, den Zoo auf wertvolle Ackerflächen an der A5 zwischen Eschborn, Steinbach, Oberursel und den nordwestlichen Frankfurter Stadtteilen anzusiedeln.

Horn begründet das offiziell mit der bekannten Platznot des Zoos am jetzigen Standort, der es nicht erlaube, Großtiere wie Elefanten, Nashörner oder Bären artgerecht zu halten. Doch dieses Problem ist seit vielen Jahren bekannt und wurde auch nicht zu Zeiten gelöst, als das noch möglich gewesen wäre. Mittlerweile hat sich der Zoo auf die Gegebenheiten eingestellt. Für viele Millionen wurden und werden neue Bereiche wie die vorbildliche Großaffenanlage geschaffen, weitere hohe Investitionen sind notwendig und stehen an. Dafür, dass diese möglichst zeitnah erfolgen und damit die Zukunftsfähigkeit des Frankfurter Zoos als beliebtester Frankfurter Kulturinstitution gesichert wird, setzen sich die die Bürger Für Frankfurt BFF in besonderer Weise ein.

Horns Motive für seinen realitätsfernen Vorschlag sind in Wahrheit völlig andere: Er will sich in seiner Funktion als Direktor des Regionalverbands den Anschein geben, die Pläne der Frankfurter SPD-Politiker Feldmann und Josef für einen riesigen neuen Stadtteil im Nordwesten verhindern zu wollen. Denn laut Horn soll der Zoo genau auf diese Fläche verlagert werden. Damit versucht der CDU-Politiker sowohl das Dilemma seiner Partei bei dieser brisanten Frage zu lösen wie auch Eschborn, Steinbach und Oberursel entgegen zu kommen, die diese Frankfurter Pläne ablehnen. Doch Horns Manöver ist allzu durchschaubar, um damit Erfolg haben zu können.

„Dass der CDU-Politiker das grüne Juwel im Frankfurter Ostend gezielt den Immobilienspekulanten zum Fraß vorwerfen will, darin liegt der eigentliche Skandal seines Vorschlags.“, so der planungspolitische Sprecher der BFF-Fraktion im Römer, Mathias Mund.

Die Fraktion der Bürger Für Frankfurt BFF im Römer fordert den Magistrat dazu auf, sich durch diese gezielte Provokation nicht irritieren zu lassen und dringend erforderliche Investitionen in den Zoo nicht noch weiter auf die lange Bank zu schieben. „Denn es geht jetzt darum, die Attraktivität des renommierten Frankfurter Zoologischen Gartens endlich wieder deutlich zu steigern und gleichzeitig eine artgerechte sowie zeitgemäße Tierhaltung sicherzustellen.“, so Mund weiter.